Rapid prototyping

3D LASER SINTERN

Ähnlich, wie alle 3 D Druckmethoden, startet der Vorgang mit einer CAD-Datei. Während des selektiven Lasersinterns (SLS) erhitzt der Laser das Pulver bis kurz vor dem Schmelzpunkt, was die Partikel des Pulvers in eine harte Form miteinander verschmilzt. Wenn die Grundschicht geformt ist, senkt sich die Plattform des SLS tiefer – üblich um 0,2-0,3 mm – dabei wird eine neue Pulverschicht aufgetragen, welche vom Laser abgetastet und eingeschmolzen wird. Der Vorgang wird immer wieder wiederholt bis das gewünschte Teil aufgebaut ist.

Der für Feinguss am meisten eingesetzte Lasersinter-Werkstoff ist das Polystyrol-Pulver, welches – unter der Berücksichtigung der vorgeschriebenen Technologie und der Umstände – ausgebrannt werden kann. Es ist bei komplexen Oberflächen und Designs sehr gut einsetzbar.

Die Oberfläche des rohen Polystyrols ist nicht so perfekt wie diese der Wachsmuster, welche im Allgemeinen beim Feinguss eingesetzt werden, deshalb brauchen die ausgedruckten Polystyrol-Modelle zusätzliche Oberflächenveredlung, falls gefordert. Zu diesem Zweck setzen wir spezielle Imprägnier-Flüssigkeiten und Handwerkzeuge.

Nach dem 3D Druck der Polystyrol-Modelle folgt die Technologie den Schritten des traditionellen Feingießens – Montage der Muster zu einer Gießeinheit (Traube), Keramikbildung, Entwachsen und Brennen der Keramikschalen, Eingießen des Metalls, Beseitigung der Keramik, Trennen der Gussteile vom Gießsystem, Abschleifen der Anschnittreste, Sandstrahlen, Wärmebehandlung, Bearbeitung, Messen und Testen. Zur weiteren Verkürzung der Fertigungszeiten setzen wir eine spezielle Schnell-Trocknungsanlage, entwickelt mit unserem Know-How. Sie ermöglicht ständige Überwachung der Temperatur, der Feuchtigkeit und der Luftströmung während der Trocknung. Mit der Hilfe der Sonderanlage kann die Keramikschalen-Fertigung während eines Tages abgeschlossen werden.

Innerhalb der generativen Fertigungsmethoden findet man unterschiedliche Alternativen zum Fertigen von geometrischen, funktionellen oder technischen Prototypen eines Neuerzeugnisses. In Abhängigkeit von der Genauigkeit, den Eigenschaften des Werkstoffs, der benötigten Menge, der vorgegebenen Oberflächenqualität und des Kompliziertheitsgrades soll die am besten geeignete Operationskette definiert werden. Die Realisierung all dieser Vorgänge, beginnend mit dem CAD-Modell, über das generative Verfahren sowie über die Operationen des eigentlichen Fertigungsverfahrens, bis zur Qualitätsendabnahme, ist entscheidend für den Beitrag der einbaufertigen Gussteile zum Erfolg der gezielten Entwicklungszeit-Verkürzung bei Neuerzeugnissen.

Werkstoff: Polystyrol-Pulver

Schichtdicke: 0,15 mm

Max. Abmessungen: 360 x 360 x 670 mm

Druck: 1-2 Tage

Legierungen:niedrig- und hochlegierte Stähle (korrosions- und hitzebeständig), verschleißfeste Legierungen, Ni- und Co-Basis-Legierungen, Bronze, Al-Legierungen

Lieferzeit: je nach Erzeugnis und Menge; für Rohteile im Durchschnitt 2 Wochen, bearbeitete Teile durchschnittlich in 3 Wochen